
Das Augustinuswerk e.V.
Das Augustinuswerk e.V. in Lutherstadt Wittenberg
ist ein ökumenischer Verein, der im November 1990 in Wittenberg gegründet wurde.
Mitglieder des Augustinuswerk e.V. sind neben einigen engagierten Bürgern der Stadt
der Evangelische Kirchenkreis Wittenberg und die Katholische Pfarrgemeinde
Wittenberg sowie das Franz Sales Haus in Essen.
Der Verein ist korporatives Mitglied des Caritasverbandes für das Bistum Magdeburg
und widmet sich gemäß seiner Satzung der Pflege und Betreuung, Erziehung, Ausbildung,
Förderung und Beschäftigung von Behinderten und Pflegebedürftigen sowie
von Kindern und alten Menschen.
Heute leben, lernen oder arbeiten im Augustinuswerk über 500 Jugendliche, Kinder und
Erwachsene mit Behinderungen oder pflegebedürftige alte Menschen. Sie werden von mehr
als 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut und gefördert.
In den vergangenen 12 Jahren wurden mit umfassender finanzieller öffentlicher Förderung
alle Einrichtungen des Augustinuswerkes von grundauf saniert oder neu
errichtet, und neben verbesserten Arbeitsbedingungen angemessene Betreuungs- und Förderangebote
geschaffen.
Das Augustinuswerk hat in der Vergangenheit ein breites, bedarfsgerechtes Leistungsangebot
entwickelt:
Ambulante Hilfen für behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder und ihre Eltern
· Frühkindliche Entwicklungsförderung
· Integrative Kindertagesstätte "Am Tierpark"
Wohnmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen
· Wohnheim für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistiger
und mehrfacher Behinderung
· Wohnheim an der Werkstatt für behinderte Menschen
· Trainingswohnen
· Intensiv betreutes Wohnen
· Betreutes Wohnen
· Ambulant betreutes Wohnen
Anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen
· WfbM Wittenberg
· Förder- und Betreuungsbereich zur Tagesbetreuung
· Zweigwerkstatt Jessen
Altenhilfe
· Altenpflegeheim Bad Schmiedeberg
· Altengerechte Wohnungen Bad Schmiedeberg
Die Anfänge der Betreuung und Förderung von Menschen mit Behinderungen
im Kreis Wittenberg und die Gründung des Augustinuswerk e.V.
In der DDR wurde von staatlicher Seite viel zu wenig für Menschen mit Behinderungen
getan. Umso anerkennenswerter ist der private Einsatz der betroffenen Eltern und der wirklich
Engagierten auf dem Gebiet der Behindertenhilfe.
In Wittenberg begann die Arbeit im Interesse der Menschen mit Behinderungen 1969 auf dem
Gelände der Hufelandklinik, einer Klinik für krebskranke Patienten. Das war der
persönlichen Initiative von Herrn Dr. Bertram und Herrn Dr. Herberger auf Drängen
der Eltern zu verdanken.
13 Jahre später wurde eine ehemalige Schule der sowjetischen Armee als Wohnheim und
Tagesstätte für Menschen mit Behinderungen hergerichtet, leider nicht behindertengerecht.
1989 eröffnete das damalige Kreis-Reha-Zentrum eine Sonderkindertagesstätte,
immer wieder auf Druck der Eltern.
Parallel dazu wurde seit 1977 eine kleine geschützte Werkstatt betrieben.
Es war eine Zeit des Lernens und Experimentierens, des persönlichen Einsatzes und
Bemühens, die Anliegen der Behinderten zu fördern, oft gegen große Schwierigkeiten
oder gar Widerstände.
Wir erinnern an die Tage und Wochen der Wende. Bei den Friedensgebeten in den großen
Kirchen der Stadt und bei öffentlichen Demonstrationen wurde der Wille des Volkes
artikuliert, die Stasi-Gebäude den Behinderten zuzusprechen.
Unvergessen ist die Demonstration vom 28. 11. 1989 zum Gebäude der Stasi hin. Unter
dem Motto "Ich trage ein Licht zur Stasi" wollte man Licht in dieses finstere
Kapitel der DDR-Geschichte bringen. Tausende von Menschen fanden sich mit Lichtern in ihren
Händen in der Melanchthonstraße ein und stellten die brennenden Kerzen auf die
mit Stacheldraht gesicherten Mauern der Stasi. Es war "wie Weihnachten!"
Das Volksbegehren kam aus den Kirchen, und so ist es kein Wunder, dass seitdem in kirchlichen
Kreisen ein lebendiges Interesse besteht, die Behindertenarbeit weiter zu fördern.
Durch Kontakte zum Caritasverband in Essen und zum Franz Sales Haus, einer Einrichtung
für Menschen mit Behinderungen sowie im Erfahrungsaustausch mit den Göttinger
Werkstätten und der Göttinger Schule für Körperbehinderte machte man
sich mit den neuen Aufgaben vertraut.
So kam es im November 1990 zur Gründung eines Trägervereins. Mitglieder
wurden neben einigen interessierten Einzelpersonen die Katholische Pfarrgemeinde St.
Marien Wittenberg, der Evangelische Kirchenkreis Wittenberg und das Franz Sales Haus in
Essen. Seit dem 1. Juli 1991 ist die Einrichtung in die Sorge und Verantwortung dieses
Trägervereines gegeben - unter der Obhut des Caritasverbandes für das Bistum
Magdeburg.
Nachdem wir in Wittenberg das Panzerdenkmal gleich bei der Schloßkirche am Eingang
zur Altstadt losgeworden sind, sehen wir in der Einrichtung in den ehemaligen Stasi-Gebäuden
so etwas wie ein neues Denkmal, ein Denkmal der Wende. Aus den gefürchteten Stasi-Gebäuden
wurden Häuser tätiger Nächstenliebe.
Bei der Gründung des Vereins wurde ökumenisch gedacht und gehandelt. Es sollte
auch ein Erinnerungszeichen sein an die Wochen der Wende, in denen wir alle, nicht nur
die Christen, wie ein Mann zusammengestanden haben.
Am 28. 8. 1991 wurde in einem Festakt das Reha-Zentrum für den Kreis Wittenberg in
die Trägerschaft des Augustinuswerkes e.V. übergeben.
Die Festansprache hielt Herr Superintendent Steinwachs. Vorausgegangen war am Vorabend
ein ökumenischer Gottesdienst in der Katholischen Pfarrkirche St. Marien.
Am Fest selbst, dem Tag des Heiligen Augustinus, wurde der neue Name bekanntgegeben. Es
ist ein anspruchsvoller Name, der bei der Bevölkerung der Stadt manche Frage lebendig
werden lässt.
Der Name Augustinus ist seit vielen Jahrhunderten mit der Stadt Wittenberg verbunden durch
das ehemalige Augustinerkloster und den Augustinermönch Martin Luther.
Augustinus wird auf Bildern in der Regel mit dem Herzen, dem Symbol der Liebe, und mit
dem Buch dargestellt. Auch Martin Luther hat das Herz in seinem Wappen. Augustinus steht
bei evangelischen und katholischen Christen in hohem Ansehen. "Dein Wort hat mich
ins Herz getroffen!", das sollte für uns alle gelten, besonders in Bezug auf
die Worte Christi über die Nächstenliebe.
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23.11.1990 |
Gründung des Trägervereines als Reha-Zentrum
für den Kreis Wittenberg e.V |
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28.08.1991 |
Festakt zur Gründung des Augustinuswerkes
e.V. und Übernahme der
Trägerschaft des Kreis-Reha-Zentrums |
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01.01.1992 |
Übernahme der Trägerschaft des Heimes
in Splau |
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01.09.1992 |
Übergabe der Trägerschaft für
die Frühkindliche
Entwicklungsförderung |
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01.07.1993 |
Übergabe der Trägerschaft für
das Betreute Wohnen im Landkreis Wittenberg |
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01.05.1993 |
Übernahme der Kindertagesstätte "Am Tierpark" |
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01.09.1995 |
Umgestaltung zur Integrative Kindertagesstätte |
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28.08.2001 |
Ökumenischer Gottesdienst zum 10-jährigen
Jubiläum des Augustinuswerkes e.V.
in der evangelischen Stadtkirche St. Marien, Wittenberg - Empfang des Vorstande |
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28.05.2007 |
Ökumenischer Gottesdienst aus Anlass der
Einweihung des Denkmals für den
Hl. Augustinus |
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Einweihung von Einrichtungen des Augustinuswerkes e.V.
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13.05.1992 |
Haus Bodelschwingh |
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09.01.1995 |
Melanchthonstraße 4; Außenwohngruppe, WH WfbM |
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25.10.1996 |
Neubau Werkstatt für behinderte Menschen, Lutherstadt
Wittenberg |
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01.04.1997 |
Melanchthonstraße 5; Betreutes Wohnen |
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16.05.1998 |
Altengerechte
Wohnanlage; Bad Schmiedeberg |
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26.06.1998 |
Neubau Fördergruppe |
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28.10.1998 |
Neubau Wohnheim; Melanchthonstraße 6a,
WH gbM |
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16.06.1999 |
Altenpflegeheim
Bad Schmiedeberg |
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18.10.2000 |
Neubau Zweigwerkstatt
in Jessen |
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06.04.2002 |
Eröffnung des Intensiv Betreuten Wohnens
in der Falkstraße, Lutherstadt Wittenberg |
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01.04.2005 |
Eröffnung die ANDERE werkstatt
Sternstraße 51 a, Lutherstadt Wittenberg |
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28.08.2005 |
Abschluss der Sanierung, Melanchthonstraße 6, Lutherstadt Wittenberg
Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Begegnungsstätte, Geschäftstelle |
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01.05.2007 |
Erweiterung unseres Wohnangebotes Intensiv Betreutes Wohnen
An der Stadthalle 2-3, 06886 Lutherstadt Wittenberg |
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01.05.2007 |
Vorbereitungen zur Eröffnung eines neuen
Standortes für Bereiche der WfbM |
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28.09.2007 |
Einweihung der Zweigwerkstatt in Wittenberg
Am Heideberg 18 |
Das Augustinuswerk e.V. ist ein gemeinnütziger Verein und widmet sich
gemäss seiner Satzung der Pflege und Betreuung, Erziehung, Ausbildung, Förderung
und Beschäftigung von Behinderten und Pflegebedürftigen, sowie von Kindern und
alten Menschen.
Geborene Mitglieder des Augustinuswerkes e.V.
Vorstand des Augustinuswerkes e.V.
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Herr Dr. Reinhold Weber, Vorsitzender
-
Frau Gabriele Schubert, Stellvertretende Vorsitzende
-
Herr Bernd Keitzl, Geschäftsführer
Partnergemeinden
Das Augustinuswerk e.V. ist korporatives Mitglied im Caritasverband für
das Bistum Magdeburg e.V.
Das Augustinuswerk in Zahlen:
180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
dazu
Zivildienstleistende
Praktikantinnen und Praktikanten
Freiwilliges Soziales Jahr
Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer
-
45 Plätze Integrative Kindertagesstätte
-
146 Plätze Wohnen für Menschen mit Behinderungen
-
64 Plätze im Altenpflegeheim
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40 altengerechte Wohnungen
-
180 Plätze WfbM, Lutherstadt Wittenberg
-
20 Plätze Fördergruppe
-
60 Plätze Zweigwerkstatt Jessen
Bei Fragen, Anregungen oder Problemen wenden Sie sich
bitte an den Webmaster.
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