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Der Förder- und Betreuungsbereich präsentiert das
Stück "Die Königin der Farben" zum Tag der Begegnung in der WfbM
Das Theaterprojekt des Förder- und Betreuungsbereiches des Augustinuswerk e.V.
zeigte mit der Aufführung zum Tag der Begegnung in der WfbM, das Ergebnis von
einem Jahr Projektarbeit.
In dem Stück " Die Königin der Farben" nach dem Buch von Jutta
Bauer wird das ganze wunderbare Zusammenspiel der Farben erklärt. In leichter
unbekümmerter Weise werden Stimmungen und Launen, poetisch und bunt, das tägliche
Auf und Ab der Gefühle dargestellt: von sanft und wild über verliebt und
glücklich zu Streit, Trauer und sprühender Freude am Ende.
"Die Königin, Malwida, tritt vor ihr Schlosstor..." es beginnt ein gewöhnlicher
Tag für Malwida:
Die Königin der Farben sucht Unterhaltung und ruft ihre Untertanen. Das Blau ist
ein sehr ruhiger und sanfter Diener, es legt sich behutsam über den Himmel. Das
Rot dagegen kocht vor Temperament über, es ist wild und gefährlich. Das Rosa
lässt die Königin verliebt sein und im siebten Himmel tanzen. Das Gelb wiederum
ist zwar ganz warm und hell, aber es kann auch ab und an ziemlich gemein und zickig
werden. Und weil sich die Königin solche Gemeinheiten nicht gefallen lässt,
kommt es zwischen den Beiden zum Streit. Aus der bunten Vielfalt wird ein tristes Grau.
Aber das ist nicht das Ende...
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Wie die Farben zu Malvida zurückkehren zeigen
die Akteure dem Publikum. Zu Seifenblasen gewordene Tränen steigen in die Luft
und lösen das Grau auf. Die Farben kehren zurück und mit fliegenden Luftballons
und Tüchern laden die Schauspieler das Publikum zum Spiel mit den Farben ein.
Das Theaterprojekt stellt im Förder- und Betreuungsbereich einen neuen Weg in
der Förderung und Unterstützung der persönlichen Entwicklung von schwer
geistig und mehrfach behinderten Erwachsenen dar. Mittels verschiedener methodischer
Ansätze, geprägt durch das basale Theater, wurde gemeinsam mit den Teilnehmern
in 12 Monaten das Theaterstück erarbeitet. In Kooperation mit der Kunstgruppe
des Förderbereiches unter Anleitung von Ulrike Kirchner entstand das Bühnenbild.
Der Schaffensprozess lebte im wesentlichen von ganzheitlichen Sinneserfahrungen und
dem Erleben von Stimmungen und Gefühlen. Die Akteure mit schwerster Behinderung
beteiligten sich ihren individuellen Möglichkeiten entsprechend und zeigten den
Projektkoordinatorinnen Pia Lorenz, Kathleen Richter-Uhlich und Fränze Thorun
die dramaturgischen Möglichkeiten.
Alle Schauspieler erhielten vor allem nach der Aufführung viele positive Rückmeldungen
und Wertschätzungen, welche sich steigernd auf das Selbstwertgefühl auswirken.
Das Ziel, gemeinsam ein kulturelles Ereignis zu schaffen und zu zeigen, dass auch Menschen
mit sehr hohem Unterstützungsbedarf es vermögen, den Zuschauer zu verzaubern,
ist den Beteiligten des Projekts gelungen. Das haben die Zuschauer mit ihrem großen
Applaus bewiesen. |

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