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Menschen mit Behinderung haben Wünsche, die
wir ernst nehmen, so auch den Wunsch zu lernen für sich selbst zu sorgen und später
in eine eigene Wohnung zu ziehen.
Daher starteten neun Menschen mit Behinderung aus dem Förderbereich und dem Franziskushaus
des Augustinuswerkes am 29.07.2009 ein Gemeinschaftsprojekt im Regenbogen e.V. zum
Thema "Trainingswohnen".
Drei Tage weg von zu Hause, den Tag selbständig organisieren, dass war eine spannende
Herausforderung für die Teilnehmer und die beiden Assistenten.
Die Mitarbeiter begleiteten beim Einkauf, Kochen und Backen sowie beim Reinigen der
Wohnung und Wäsche waschen.
Ganz alltägliche Aufgaben, die so manchmal ihre Tücken hatten, mussten von
einzelnen Teilnehmern übernommen werden. Früh schon ging es los, dass jeder
nach seinen Fähigkeiten in die Vorbereitung des gemeinsamen Frühstücks
einbezogen wurde.
Eigene Grenzen wurden spürbar. Doch es war ein schöne Gefühl und eine
tolle Erfahrung zu erleben, dass Menschen trotz eigener Einschränkungen sich gegenseitig
unterstützen und beraten. |
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Höhepunkte waren im Freizeitbereich ein Stadtbummel
mit einem Besuch im Cafe sowie eine Fahrt mit dem Zug zum Tierpark in Dessau. Hier
erhielt jeder Teilnehmer die Möglichkeit für sich zu sorgen, sich etwas zu
bestellen und selbst zu bezahlen.
Auch bereiteten wir ein Grillfest vor, zu dem wir Eltern und Freunde eingeladen haben.
Leckere selbst gemachte Salate wurden von uns serviert. Es war ein Abend der Begegnung
und es entstanden neue Kontakte, die es zu pflegen.
Unser Ziel ist es, dass Projekt " Trainingswohnen" weiter auszubauen. Hier
möchten wir Möglichkeiten der Begegnung, Selbstbestimmung und Teilhabe am
gesellschaftlichen Leben schaffen. Verantwortung für sich und andere zu übernehmen
bereitet auch Menschen mit schwerer Behinderung Freude. Das Einüben der Selbstversorgung
forderte von jedem seine Fähigkeiten. Unterstützung wurde da gewährt,
wo es nötig war. Das gemeinsame Arbeiten und das Erleben der Gemeinschaft hat
allen viel Freude bereitet.
K. Richter-Uhlich
Lutherstadt Wittenberg, den 18.08.2009
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