15 Jahre Frühkindliche Entwicklungsförderung
im Augustinuswerk e.V. Lutherstadt Wittenberg



Am 19. August 2009 feierte das Augustinuswerk in einer Andacht mit Superintendent Beuchel und Pfarrer Lorek das 15-jährige Bestehen seiner Frühkindlichen Entwicklungsförderung. Der Einladung ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus sind Ärzte, Therapeuten, Vertreter der Kostenträger und Repräsentanten kommunaler Behörden zahlreich gefolgt.
Im Rahmen der Frühkindlichen Entwicklungsförderung werden Kinder von ihrer Geburt bis zum 6. Lebensjahr, die behindert oder von einer Behinderung bedroht sind, gefördert, um ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
Holger Masuth, zuständiger Referent des Caritasverbandes Magdeburg, brachte in seiner Festrede die Bedeutung des Jubiläums auf den Punkt: "Jeder hier eingesetzte Euro hilft später das Vielfache zu sparen" - eine Wahrheit, die leider nicht von allen Verantwortlichen erkannt wird. Noch immer ringen Leistungsträger und Leistungserbringer in Sachsen-Anhalt ums liebe Geld. Die Einrichtung interdisziplinärer Förderstellen mit individuell abgestimmten medizinisch-therapeutischen und heilpädagogischen Komplexleistungen kommt im Landkreis Wittenberg nicht zum Zuge. Noch immer werden "von Amts wegen" Einzeltherapien wie Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie der heilpädagogischen Komplexleistung vorgeschaltet. Bernd Keitzl, Geschäftsführer des Augustinuswerkes e.V., spricht angesichts der Kommunikationsprobleme der kooperierenden Partner von "Reibungsverlusten", welche die Einrichtung der ersten interdisziplinären Frühförderstellen erst im kommenden Jahr real erscheinen lässt.
Diplom Heilpädagogin, Christa-Maria Becker, leitet seit 1994 die Frühkindliche Entwicklungsförderung im Augustinuswerk e.V. Die Zahl der zu fördernden Kinder hat sich in dieser Zeit verfünffacht. Gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen, den Heilpädagoginnen Frau Hoffmann und Frau Klemenz, betreut Frau Becker derzeit jährlich 100 Kinder in den Räumen der Frühkindlichen Entwicklungsförderung in der Berliner Straße 4, 06886 Lutherstadt Wittenberg. Bei Bedarf besuchen die Mitarbeiterinnen aber auch die Familien im vertrauten häuslichen Umfeld. Zunehmende Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern, soziale Probleme in den Familien und die späte Feststellung von Besonderheiten in der Entwicklung- erst bei Überprüfung der Schulfähigkeit- lassen die Bedeutung der Frühkindlichen Entwicklungsförderung als konzertierte Aktion zu einer wichtigen Aufgabe der Wohlfahrtsverbände werden.



Holger Masuth, zuständiger Referent des Caritasverbandes Magdeburg


in den Räumen der Frühkindlichen Entwicklungsförderung
in der Berliner Straße 4, 06886 Lutherstadt Wittenberg


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